(Der kleine Vierbeiner, der uns (fast) jeden Tag auf den Vineyards begleitet und dementsprechend auch ablenkt! So ein Hund will ja auch spielen
)
Nachdem wir in Penola zwei Wochen lang die ueberaus freundliche australische Gastfreundschaft genossen haben, ging es ja wieder zurueck nach Brisbane. Eine schoene Woche in Brisbane und um ein Auto reicher ging es wieder weiter. Diesmal bloss 500 km in das Landesinnere um wieder einmal Arbeit anzufangen.
Unser Ziel war ohne Zweifel eine genauso kleine Stadt wie Penola- St.George. Dort konnten wir wieder mal auf einen neuen Job hoffen. Wieder auf den Vineyards, aber diesmal eine andere Arbeit. Diesmal handelte es sich um Vine Thinning.
Leider haben wir die Strecke nicht an einem Tag geschafft, sondern mussten auf einer Raststaette in Moonie uebernachten, aber in unserem neuen Auto war das natuerlich kein Problem. Schnell war unsere Schlafplatz im Kofferraum vorbereitet und wir konnten uns auf unserer Matratze richtig lang machen.
Am naechsten Tag ging es dann auch gleich weiter. Mit quasi Lichtgeschwindigkeit von 90 km/h , wo uns alles moegliche an Fahrzeugen ueberholte, weiter nach St. George. Auf dem Weg dorthin haben wir so manches totes Kangaroo und einen toten Dingo, an dem Beinen an einem Schild aufgehangen, gesehen. Dies waren schon Mackabere Augenblicke. Zum Glueck haben wir aber auch mehrere lebende Kangaroos gesehen, die vor unserem Auto davon gesprungen sind.
St. George unterscheidet sich nun wirklich nicht weiter von Penola. Eine lange Mainstreet und einen IGA ! Die qual der Wahl hatten wir bei den Camingplaetzen, denn davon gab es gleich drei in St. George. Letzendlich haben wir uns fuer einen Entschieden und unser Campingauto unter einem grossen schatten spendenden Baum geparkt. Den Tag haben wir mit einem leckeren BBQ ausklingen lassen und unseren Lieben daheim eine Nachricht gesendet !
Am Samstag haben wir uns mit unserem neuen Arbeitgeber getroffen. Ein freundlich aussehender junger Mann, Mitte 30. Sein Name war Ron und er hat uns in seinem grossen 4WD mitgenommen zu der Farm. In St. George hat eigentlich jeder einen 4WD, mit riesigen Stossfaengern an der Front.
Die Farm war nicht wirklich weit weg. Wir sind gerade mal 2-3 Minuten mit dem Auto von unserem Campingplatz aus gefahren. Als erstes hat er uns die Unterkuenfte fuer die Arbeiter gezeigt und alles was dazu gehoert. Hier koennen wir kostenlos unsere Waesche waschen und haben einen eigenen Raum fuer uns. Umgeben von mehreren Vineyards war die Farm sehr nah am Arbeitsplatz. Ein grossen Vorteil hatte dies schon fuer uns , denn so konnten wir das Auto stehen lassen und jeden Morgen mit den anderen Arbeitern zu den Yards laufen. Der Rest der Arbeiterbelegschaft bestand natuerlich auch ausschliesslich aus Backpackern. Wir sind hier ungefaehr 16 Leute, alle aus unterschiedlichen Laendern und zum Glueck keine Deutschen! Denn so koennen wir ununterbrochen Englisch reden und das ist fuer uns einfach mal nur viel vorteilhafter .
Vine Thinning dreht sich groesstenteils ums Ausduennen der Weinreben. Wir gehen durch die Reihen und duennen die einzelenen Triebe aus. Lesen zuviele Blaetter aus und entfernen da und dort ein Buendel gruene Weintrauben, die zuviel sind. Denn hier in Australien werden die Trauben wirklich riesig. So reicht es aus wenn jeder Trieb und ein Buendel Weintrauben besitz. Ainina und ich arbeiten zusammen an einer Reihe. Man koennte auch allein arbeiten, aber wir sind so viel schneller. Sind halt ein unschlagbares Team im Vineyard
! Denn wir spornen und gegenseitig an und wenn einer mal weiter vorn ist dann will der andere ja gleich wieder aufholen. Ich gebe es gleich mal zu. Ainina ist jedes mal, JEDES mal, schneller als ich. Sie hat es halt richtig drauf. So muss ich mich schon sputen. Aber als Gentlemen laesst man den Frauen ja gern den Vortritt oder
!
Vertretene Nationen sind: Frankreich, England, Irland, Schweden, Australien und wir Deutschen halt. Die Franzosen und Iren versteht man ziemlich schwierig, aber das wird bei uns wohl auch nicht besser sein
, obwohl wir uns ziemlich Muehe geben und wir meinen, es wird von Tag zu Tag besser !
Insgesamt sind wir eine sehr tolle Truppe! Alle echt lustig drauf und sehr aufgeschlossen. Wir wurden hier sehr sehr herzlich aufgenommen. Ist ein tolles Zusammenleben. Morgens treiben wir uns alle dazu an, munter zu werden und Abends lassen wir den Tag gemuetlich bei BBQ und einem kuehelen Bier ausklingen. So ein Feierabendbier lernt man hier erst richtig zu geniessen! Den Letzten Abend haben wir mal ein bisschen laenger sein lassen, den wir wussten wir muessen am naechsten Tag nicht arbeiten. Ja, wir haben nach einer Woche Arbeit Urlaub
. Unsere Vorarbeiterin Lynn gab uns 4 Tage frei, da die Weinreben erst noch ein bisschen mehr Gruen bekommen sollen, sodas wir genug Arbeit fuers Vine Thinning haben! Haetten wir die 4 Tage jetzt nicht, frei saessen wir wohl bald ohne Arbeit da. So arbeiten wir erst das eine Vineyard ab, daweile kann das andere nachwachsen (das geht hier echt ziemlich schnell) , sodas wir fluessig weiterarbeiten koennen! Naechste Woche arbeiten wir noch 1 Woche durch, dann ist eine Woche Pause, damit die Weinreben schoen wachsen und dann geht die Arbeit ohne Unterbrechung bis Januar weiter. Das Vine Thinning geht dann gleich ins Grape Picking ueber. Wir haben vor, bis Anfang Dezember hier zu arbeiten, sodas wir genuegend Geld sparen koennen um dann unsere neue Auto Regristation + Autocheck und unsere Tour nach South Australia (back to Vickie) ueber die Runden zu bekommen.
Unser Plan sieht zur Zeit so aus: Nach unserer Arbeit in den Vineyards geht es zurueck nach Brisbane um unsere Registration + Autocheck zu bekommen (es sei den wir koennen das alles hier in St. George erledigen, doch das ist nicht sicher). Nachdem der ganze formelle Kram erldigt ist kann unsere Reise weiter starten! Wir haben vor, Ende Januar wieder in Penola zu sein bei der lieben Vickie um dort zu arbeiten. Bis dahin wollen wir Sydney, Canberra und Melbourne erobern . Wird uns hoffentlich in der kurzen Zeit gelingen. Aber wir sind da ganz guter Dinge!
Auf dem Camping Platz in St.George wurden wir an einem Abend von einem Oesterreicher und seinem australischen Schwager zu nem Bier eingeladen. Der Oesterreicher lebt schon seit einer ganzen Weile hier in Australien und hat in den 60igern mit seinem Freund die Welt umrundet und ist letzendlich in Australien Gelandet. Ihm viel es beim Reden etwas schwer deutsche Woerter zu finden. Nach so einer langen Zeit ist Englisch fast wie deine Muttersprache. Jedenfalls haben die beiden uns zu sich nach Hause in Ulladalla bzw. Canberra eingeladen. Und dort werden wir die beiden bestimmt mal besuchen .
So, wieder mal viel geschrieben. Aber ihr muesst ja wissen, dass es uns gut geht!
Wir koennen hier leider nicht so oft ins Internet, da wir jeden Tag von Sonnenaufgang bis spaet Nachmittag arbeiten und bei Feierabend hat die Info, wo wir immer ins Internet gehen, leider schon zu! Aber wir bemuehen uns regelmaessig an den WE was von uns hoeren zu lassen !
Bis Dahin!
Lovely Regards from Alex & Ainina
PS: Neue Bilder sind bei unserem Auto online!!!
